Kurzbeschrieb der Anlässe für den Zyklus 18

Mit dem 18. Zyklus im ersten Halbjahr 2012 sind sechs Veranstaltungen geplant. Themen und Durchführungsdaten (im regelmässigen Rhythmus jeweils dienstags) entnehmen Sie bitte der nachfolgenden Agenda. Die Veranstaltungsreihe wird im August 2012 nach den Sommerferien mit einem weiteren Zyklus fortgesetzt.


Bond Funds: Welche Chancen bieten sie heute, welche Risiken bergen sie?

14.02.12

Fonds, Derivate und strukturierte Produkte, denen Obligationenanlagen zugrunde liegen, haben es nicht einfach. Die Herausforderungen könnten kaum vielfältiger sein: rekordtiefe Zinsen und Zinsänderungsrisiken, wachsender Verschuldungsgrad von Staaten, Infla¬tions¬be¬fürchtungen, steigende Rezessions- und damit Delkredererisiken, sich immer rascher än¬dernde Bonitätseinstufungen, Liquiditätsengpässe, zunehmender Einfluss von Politik und Notenbanken auf die Bewertungen und Preise. In Schweizerfranken betrachtet kommen zusätzlich noch Währungsrisiken ins Spiel. Wie gehen Fondsmanager damit um; zu verdienen gibt es fast nichts mehr, derweil die Risiken ins Unermessliche zu steigen scheinen. Wie sollen sich im aktuellen Marktumfeld institutionelle Anleger positionieren? Und wie verhalten sich im aktuellen Marktumfeld die Spezialsegmente wie etwa Wandel- und Optionsanleihen sowie Obligationen mit Inflationsschutz, Absicherungsmechanismen oder Durations-Management?

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Fund Advisory am POS: Gibt es neu Beratungs- und Kostenmodelle?

06.03.12

Nicht erst seit Ausbruch der Finanzkrise scheint das Vertrauensverhältnis zwischen Anbieter- und Käuferseite aus dem Lot geraten zu sein. Performance spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Noch mehr im Fokus stehen aber Beratung und Verkauf: Am Point of Sale nämlich geht es um entscheidende Fragen wie etwa die Art und Weise der Ver¬triebs¬vermittlung, Vergütungssysteme, Informationspflichten, Kompetenzen sowie Unabhängigkeit und Vermeidung von Interessenkonflikten. Im Beratungs- und Verwal¬tungsgeschäft stehen vermehrt auch Angemessenheits- und Eignungsprüfungen im Vordergrund. Druck kommt überdies von Regulatoren und seitens Rechtsprechung. Erwähnt werden können dies¬bezüglich etwa Bundesgerichtsurteile (CH), die RDR-Initiative (GB) und MiFID II, Corporate Governance-Grünbücher (EU) oder der Vertriebsbericht FINMA (CH). Uns interessiert, wie sich mit Blick auf «Management of Business» bzw. «Management of Regulation» die Anbieter und Intermediäre positionieren sollten. Sind die Tage der kommissionsbasierten Gebührenmodelle gezählt? Was braucht es konkret, um das Anlegervertrauen tatsächlich wieder zurückzugewinnen?

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Real Assets: Gewinnen sie als Anlageklasse weiter an Dominanz?

03.04.12

Notenbanken kaufen munter Staatsanleihen und setzen Neugeld in Umlauf. Hohe Infla¬tions¬raten dürften Land auf, Land ab die Folge sein. Wie sonst lassen sich die aktuellen Schul¬¬denberge effektiv und politisch «schmerzfrei» abbauen, wenn nicht durch die Notenpresse? Wer vor diesem Hintergrund dennoch investiert, wendet sich zusehends von nomi¬nalwertbasierten Wertpapieranlagen ab und setzt vermehrt auf Real Assets wie Immobilien, Agrargüter, Infrastrukturprojekte oder Gold und Industriemetalle. Neben Markt¬risiken treten vermehrt auch operationelle Risiken in den Vordergrund: Welche Depotbank verwahrt in welchen Ländern die Assets? Wie lässt sich im Notfall ein Zugriff sicherstellen? Wie verhält es sich mit der Unterverwahrung, der Wertpapierleihe und der Deckungsqualität? Das grundlegend veränderte Investmentumfeld schafft aber auch Innovation: Das wachsende finanzielle Unvermögen vieler Staaten und deren abnehmende Bonität könnten eine akzentuierte Privatisierungswelle in Gang setzen. Liessen sich eventuell Teile der bislang von öffentlicher Seite getragenen Infrastruktur mittels geeigneter Anlageinstrumente zur Entlastung der Staatsfinanzen über private Mittel und Vorsorgegelder finanzieren – so zum Beispiel Spitäler, Schulen, Strassenbau oder Häfen – und bietet das KAG hierzu sinnvolle Möglichkeiten?

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Fondswachstum: Wo sind Geschäftsmöglichkeiten auszumachen?

08.05.12

Bei dieser Veranstaltung steht die Lebenskraft unserer Industrie im Mittelpunkt – sprich: Geschäftsentwicklung, Wachstumsmöglichkeiten, Innovationsförderung und das Befriedigen von echten Nachfrage- bzw. Anlegerbedürfnissen. Der Frage nach Wachstumspotenzial soll auf Ebene von Marktanteilen, Marktvolumen und Marktpotenzial nachgegangen werden. Wo sind die durchschlagenden Geschäftsideen, die Quellen neuer Schöpfungskraft? Wo steht im Rahmen der Finanzindustrie das Selbstbewusstsein eines Geschäftszweigs, der gut ausgebildete jüngere Generationen anzulocken in der Lage ist? Wo liegen Geschäfts¬möglichkeiten in einem Umfeld, in dem das Risk Management und Regulatorisches eine zunehmend wichtigere Rolle spielen? Immer wieder dämpfen herbe Einbrüche an der Börsenfont die Anlegerstimmung und torpedieren die Anstrengungen der Produktanbieter, die Fondsdurchdringungs-Quote markant über das «berühmte Drittel» zu bringen. Was hält die Industrie von einer breit angelegten und vernetzten PR-Kampagne für die Sache der kollektiven Kapitalanlage, um den «Wachstums»-Stein erneut ins Rollen zu bringen?

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Revision KAG: Spielt die Dringlichkeit eine zu grosse Rolle?

29.05.12

Am 6. Juli 2011 hat das Eidgenössische Finanzdepartement das Vernehmlassungsverfahren zur Änderung des Kollektivanlagengesetzes (KAG) eröffnet. Die Vernehmlassungsfrist endete Anfang Oktober 2011; der Gesetzgebungsprozess soll Mitte 2012 abgeschlossen sein. Der Gesetzesentwurf sieht Neuerungen vor bei der Verwaltung von Kollektivanlagen (u.a. staatliche Aufsicht für Vermö¬gensverwalter aller ausländischen Kollektivanlagen), der Verwahrung von Kollektivanlagen, dem Vertrieb von Kollektivanlagen und bezüglich not¬wendiger Anpassungen aufgrund UCITS IV. Mit der Revision des KAG sollen hauptsächlich bestehende Gesetzeslücken geschlossen und EU-Harmonisierungsrichtlinien soweit nötig nachvollzogen werden. Insbesondere die Aufrechterhaltung des internationalen (d.h. euro¬päischen) Marktzugangs besteht weiterhin als Ziel, dies zum Preis einer markant höheren Regulierungsdichte. Angemessenheit und Verhältnismässigkeit verschiedener Revisions¬vorschläge dürften doch bisweilen in Frage gestellt werden. Die FINMA begrüsst die vom Bundesrat vorgeschlagenen Änderungen, sie gehen in deren Augen aber zu wenig weit. Die zeitliche Dringlichkeit einer Teilrevision spielt ebenfalls eine gewisse Rolle. Ist die aktuelle Revision folglich nur ein erster Schritt und – falls dem so ist – in welche Richtung zielt er? Friends of Funds gibt ein Update und diskutiert die wesentlichen Neuerungen

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Fund Operations: Welche Auswirkungen haben UCITS IV und V?

03.07.12

Leistungs-, Kosten- und Margendruck steigen unablässig. Professionelles Arbeiten und Kostensparen führen in der Branche – nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund zunehmender Regulierungsdichte – zu einem stetig wachsenden Spezialisierungsgrad. Die Betriebe konzentrieren sich auf das Wesentliche und lagern aus, was extern besser, rascher und kostengünstiger bewerkstelligt werden kann. Das Optimieren von Betriebsstrukturen und Prozessen sowie die Nutzung von Kernstärken und Grössenvorteilen erfordern jedoch das Vorhandensein einer intelligenten Sourcing-Strategie. Auf dem Weg der Rentabilisierung kommen immer mehr Pooling-Techniken (Cloning, «Master-Feeder»-Strukturen) zur Anwen¬dung. Neue Kooperationsmodelle verfolgen ein analoges Ziel. Mit UCITS IV und V erhält die Branche entscheidende Schützenhilfe von rechtlicher Seite (Pass für Management Companies). Sie fusst auf den Ausführungen im EU-Weissbuch, das bereits 2006 wichtige Rentabilitätsforderungen postulierte. Das Business und Risk Management von Fonds¬ad¬mi¬nistration, TA-Business sowie Custody- und Subcustody-Geschäft dürften in absehbarer Zukunft wesentliche Änderungen erfahren. Der erreichte Stand von Teilbereich-Segmentierung und Outsoucring-Level sowie Automatisation und Standardisierung im Fund Operations Management befriedigt noch nicht. Wo gibt es sinnvolle Lösungsansätze?

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